16.08.2017

von B° RB

Gefeierte Tradition

Priener Marktfest ein bayerisches Fest wie aus dem Bilderbuch

Priener Marktfest

Mit drei sicheren Schlägen und nur wenig Gerstensaft-Verlust eröffnete Priens Bürgermeister Jürgen Seifert das heurige Marktfest der Priener Trachtler (und ihres Fördervereins) und der Priener Ski-Clubler. Dem gekonnten Anzapfen folgten lautstarke Böllerschüsse der Königlich Privilegierten Böllerschützen aus Prien (unter dem Kommando von Fred Angerer), der Bayerische Defiliermarsch durch die Priener Blaskapelle sowie das erste Prosit der Gastgeber mit den Vertretern des Hofbräuhauses Traunstein (Brauerei-Chef Maximilian Sailer und Aussendienst-Vertreter Rudi Lutz), mit PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner und den drei Priener Bürgermeistern Jürgen Seifert, Hans-Jürgen Schuster und Alfred Schelhas.

Priener Wirte und familienfreundliche Unterhaltungsangebote rundeten die einmalige Marktfeststimmung ab. Aufgrund einer sicheren Wetterlage konnten die Veranstalter bis zum späten abend einige Tausend Besucher begrüßen. Zu diesen gehörten auch Pfarrer Klaus Hofstetter und Kaplan Joshy von der Katholischen Kirche, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth von der Evangelischen Christusgemeinde und Gemeindevorstand Andreas Sargant von der Neuapostolischen Kirche. 

Traditionell findet das Priener Marktfest immer um den Feiertag „Maria Himmelfahrt“ statt. Und wenn so wie heuer aufgrund der zweitägigen, wetterprognosenbedingten Verschiebung das „Fest der Feste vom Chiemsee“ auf den Marien-Feiertag fällt, dann beginnt der Festtag mit einem Gottesdienst und mit einer Kräuterweihe in der Katholischen Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“.

Die vielen und mit Trachten festlich gekleideten Kirchgänger bereicherten beim Verlassen der Kirche mit ihren bunten Kräuterbuschen das Festtagsbild inmitten von Prien. Rasch füllten sich die vielen Sitzgelegenheiten wobei sichere Schattenplätze besonders gefragt waren und sich erst im Laufe des späten nachmittags alle Reihen füllten.

Während am vormittag das Herrichten der Festplätze und der Besuch des Gottesdienstes für viele Mitglieder vom GTEV Prien (und dessen Förderverein) und SC Prien Vorrang hatten, machten sich Urlauber und weitere Besucher gemütlich ab mittag auf den Weg zum Priener Marktplatz. Vier Rösser und ein viel bewundertes Brauereiwagengespann vom Hofbräuhaus Traunstein sorgten für einen ersten Blickfang. Gleich daneben drehte sich ein Kinderkarussell, das zusammen mit einem Ballwurf- und Schießstand sichtbares Zeichen eines großen familienfreundlichen Festes war.

Besonders beliebt war ein Geschicklichkeitsparcour, den der Ski-Club für Kinder anbot und wofür eine eigene Siegerehrung anberaumt wurde. Das Priener Marktfest, das seit 30 Jahren fester Bestandteil im Priener Veranstaltungskalender ist und das in guten Jahren bis zu 10.000 Besucher aus nah und fern anzog, ist geprägt von unterhaltsamer Musik und vielen kulinarischen Genüssen. Heuer sorgten für die Musik die Priener Blaskapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Stefan Fußeder auf dem Marktplatz.

Ab dem nachmittag wurden sie unterstützt von den erstmals in der Schulstraße aufspielenden Hallgrafen-Musikanten, von den Sulzberger Musikanten bei der Marienapotheke sowie von den Preaner Buam beim Priener Heimatmuseum. Sehenswerte Auftritte auf den Bühnen zeigten die Kinder- und Jugendgruppe vom Priener Trachtenverein sowie die Priener Goaßlschnalzer.

Vielfältig und ideenreich war das Bewirtungsangebot, hierfür sorgten neben dem Bier aus Traunstein die Metzgerei Grosse aus Pinswang bei der Casa Kronast, die Steckerlfische der Priener Trachtler an der Kirchenmauer, Gerichte vom Fischer am See (unter anderem mit einem Renken-Burger), die Mesner-Stuben mit einem Gockerl-Grill an der Taufkapelle, der Wieninger-Keller mit seinem neuen Wirt Wolfgang Kirner in der Schulstraße sowie die Bäckerei Müller in der Fußgängerzone, die sich ebenfalls mit den beiden Festvereinen verbündete.

Neu war in diesem Jahr – wie die Vereinsvorstände Christian Wöhrer vom Ski-Club und Klaus Kollmannsberger vom Trachtenverein mitteilten - die Nutzung von umweltfreundlichen Geschirr, denn es wurde erstmals auf Plastik-Geschirr und Plastik-Besteck verzichtet. Bereichernd war für das heurige Marktfest auch das zehnjährige Jubiläum der Chiemsee-Ringlinie (von dieser Veranstaltung beim Marktfest berichten wir noch gesondert). 

Rund 100 Helferinnen und Helfer aus den Reihen des SC und GTEV Prien waren den ganzen Tag über auf den Füßen, um die Gäste zu versorgen und zu unterhalten. Am späten Abend nach Veranstaltungsschluss begann dann mit weiteren Hilfskräften der Abbau, so dass sich wenige Stunden nach Mitternacht und nach Plan der Marktplatz und die Anliegerbereiche wieder fein säuberlich präsentierten.

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