30.05.2008

von B°

Herrenchiemsee-Festspiele

Musikalische und politische Highlights bei den Herrenchiemsee-Festspielen 2008 unter unter dem Motto "Zeitenwende".

Herrenchiemsee-Festspiele

Herrenchiemsee-Festspiele, Enoch zu Guttenberg

Herrenchiemsee-Festspiele, Klaus Jörg Schönmetzler

Herrenchiemsee-Festspiele, Schloss Herrenchiemsee

Herrenchiemsee-Festspiele, Kutschfahrt zum Schloss

Herrenchiemsee-Festspiele, Schlossterrasse

Herrenchiemsee-Festspiele, Spiegelsaal

Herrenchiemsee-Festspiele, Hilliard Ensemble, Foto:Friedrun Reinhold

Herrenchiemsee-Festspiele, Wiener Klaviertrio, © Gabriele Koch

Herrenchiemsee-Festspiele, Münchner Rundfunkorchester, © Johannes Rodach

Herrenchiemsee-Festspiele, Münchner Kammerorchester, Foto: Lukas Beck

Herrenchiemsee-Festspiele

Musikalische und politische Highlights bei den Herrenchiemsee-Festspielen 2008

Bachs "Johannespassion", Verdis Oper "Nabucco" und Schostakowitschs Symphonie "Babi Yar" - eine außerordentliche Spannweite musikalischer Werke prägt die Herrenchiemsee-Festspiele 2008 unter dem Motto "Zeitenwende". "Das Verbindende ist," so Intendant Enoch zu Guttenberg und Dramaturg Klaus Jörg Schönmetzler bei einem Pressegesprächam 4.3.2008 in München, "dass wir Werke gewählt haben, in denen Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie der Widerstand gegen Rassismus, Diktatur und Krieg zum Ausdruck kommen. Wir knüpfen damit an wichtige Ereignisse an. Zum einen wurde vor 60 Jahren auf Herrenchiemsee Geschichte geschrieben: Im Sommer 1948 tagte der Verfassungskonvent, der die Basis für unser heutiges Grundgesetz und damit das Fundament der deutschen Demokratie formulierte. Zum anderen erinnern wir an die mutigen Männer, die am 20. Juli 1944 mit dem Attentat auf Adolf Hitler versuchten, Deutschland von der Diktatur zu befreien."

Vor diesem historischen und politischen Hintergrund hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schirmherrschaft für die Herrenchiemsee-Festspiele 2008 übernommen, die in diesem Jahr vom 15. bis 27. Juli stattfinden. Höhepunkt ist der Festakt "60 Jahre Verfassungskonvent Herrenchiemsee" am 20. Juli mit einer Festrede von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Festspielintendant Enoch zu Guttenberg wird mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung das "Schicksalslied" für Chor und Orchester von Johannes Brahms sowie Anton Bruckners "Te Deum" aufführen.

Neun weitere Abende auf der Herreninsel werden unter anderem Ludwig van Beethovens "Missa Solemnis" und Anton Bruckners Symphonie Nr. 9 d-Moll - "Dem lieben Gott gewidmet" - präsentieren. Auf der Fraueninsel wird zum Auftakt der Festspiele an zwei Abenden Johann Sebastian Bachs "Johannespassion" mit der Chorgemeinschaft Neubeuern und dem Orchester der KlangVerwaltung unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg zu erleben sein. Am dritten Abend auf der Fraueninsel führt das Münchener Kammerorchester unter dem Dirigenten Alexander Liebreich mit dem berühmten Hilliard Ensemble unter anderem weltliche Madrigale von Carlo Gesualdo auf sowie Karl Amadeus Hartmanns Symphonie Nr. 4.

Von den zahlreichen international anerkannten Künstlern und Ensembles, die in diesem Jahr bei den Herrenchiemsee-Festspielen 2008 zu Gast sein werden, seien stellvertretend das Philharmonia Orchestra London genannt, das zu den innovativsten Orchestern Europas zählt, sowie der hervorragende Klarinettist Jörg Widmann und der Bayerische Kammersänger Paolo Gavanelli. Besondere Höhepunkte sind erneut die Konzerte der Chorgemeinschaft Neubeuern und des Orchesters der KlangVerwaltung, geleitet von Enoch zu Guttenberg, sowie die halbszenische Inszenierung von Giuseppe Verdis Oper "Nabucco" unter Ljubka Biagioni zu Guttenberg.

Unterstützt wird das Festival von der Deutschen Bank. Die Karten für die 13 Konzerte kosten zwischen 15 und 85 Euro (zuzüglich 3 Euro Versandkosten). Die Ticketpreise beinhalten den Einführungsvortrag von Klaus Jörg Schönmetzler sowie Parkgebühr in Prien-Stock und Schiffsüberfahrt, außerdem freie Kutschfahrten auf der Herreninsel ab 18.00 Uhr zum Schloss. Es stehen aber leider nur 6 Kutschen zur Verfügung, daher begrenzte Kapazität! (Keine Sitzplatzgarantie). Karten gibt es bei MünchenMusik, Telefon: 089 - 936093 - sowie bei den Vorverkaufsstellen im Chiemgau. Weitere Informationen bei Internationale Herrenchiemsee Festspiele GmbH, Am Gasteig 7, 83115 Neubeuern, Telefon: 08035-1031, Telefax: 08035-8492. Bei allen Konzerten beträgt die Pause etwa 30 bis 35 Minuten. Verschiedene Konzerte sind bereits ausverkauft: 18. und 19.7., 20.7., 25.7. und 27.7.
Konzertbeginn um 19.00 Uhr, Einführungsvortrag um 18.00 Uhr unseres Dramaturgen Klaus Schönmetzler, (Beschränkung auf 200 Personen)

Spielplan und Programm

Dienstag, 15. Juli 2008 und Mittwoch, 16. Juli 2008 jeweils um 19.00 Uhr im Münster Frauenchiemsee
J.S. Bach: Johannespassion
Künstler: Christina Landshamer - Sopran, Franziska Gottwald - Alt, Daniel Johannsen - Tenor, Klaus Mertens - Bass, Jörg Dürmüller - Evangelist, Marcell Bakonyi - Pilatus, Anton Scharinger - Christus, Chorgemeinschaft Neubeuern, Orchester der KlangVerwaltung
Leitung: Enoch zu Guttenberg

Donnerstag, 17. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Münster Frauenchiemsee
"Natura renovatur"
C. Gesualdo: Weltliche Madrigale im Vokalsatz und in Bearbeitungen für Streicher, G. Scelsi "Natura renovatur" für Streicher, Guillaume de Machaut: Gotische Gesänge, K.A. Hartmann: Symphonie Nr. 4
Künstler: The Hilliard Ensemble, Münchener Kammerorchester
Leitung: Alexander Liebreich

Freitag, 18. Juli 2008 und Samstag, 19. Juli 2008 jeweils um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
G. Verdi: Nabucco (italienisch-halbszenisch)
Künstler: Paolo Gavanelli - Nabucco, Carlo Colombara - Zaccaria, Susanne Bernhard - Abigail, Martin Muehle - Ismaele, Leila Pfister - Fenena, Marek Rzepka - Oberpriester, Anton Kuhn - Abdallo, Felicitas Fuchs - Anna, Bulgarian National Philharmonic Choir "Svetoslav Obretenov", Sofia Philharmonic Orchestra
Leitung: Ljubka Biagioni zu Guttenberg

Sonntag, 20. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
Festakt "60 Jahre Verfassungskonvent Herrenchiemsee" unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Festrede von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble, J. Brahms: "Schicksalslied" für Chor und Orchester, A. Bruckner: "Te Deum"
Künstler: Christiane Iven - Sopran, Vanessa Barkowski - Alt, Jörg Dürmüller - Tenor, Georg Zeppenfeld - Bass, Chorgemeinschaft Neubeuern, Orchester der KlangVerwaltung
Leitung: Enoch zu Guttenberg

Montag, 21. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Schloss Herrenchiemsee Unvollendetes Treppenhaus
"Über das Ende der Zeiten"
L. v. Beethoven: Klaviertrio Es-Dur, op. 1., Nr. 1, B. Bartok: "Kontraste" für Klarinette, Violine und Klavier, O. Messiaen: "Quatuor pour la Fin du Temps" für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
Künstler: Jörg Widmann - Klarinette, Wiener Klaviertrio

Dienstag, 22. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
"Les Préludes"
F. Liszt: "Les Préludes", E. Bloch: "Schelomo" Hebräische Rhapsodie für Violoncello und Orchester, M. Bruch: "Kol Nidrei" für Violoncello und Orchester, P. Hindemith: Symphonie "Mathis der Maler"
Künstler: Gautier Capucon - Violoncello, Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Henry Raudales

Mittwoch, 23. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
"Vor dem Sturm"
F. I. Beck: g-Moll-Sinfonie op. 3,3, W. A. Mozart: c-Moll-Klavierkonzert KV 491, F.I. Beck: Ouvertüre "La mort d'Orphée", J. Haydn: c-Moll-Sinfonie Nr. 52
Künstler: Ragna Schirmer - Klavier, Orchester der KlangVerwaltung
Leitung: Reinhard Goebel

Donnerstag, 24. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
"Babi Yar"
F. Schubert : 8. Sinfonie "Unvollendete", D. Schostakowitsch: 13. Symphonie "Babi Yar"
Künstler: Yorck Felix Speer - Bass, Männerchor der Chorgemeinschaft Neubeuern, Orchester der KlangVerwaltung
Leitung: Enoch zu Guttenberg

Freitag, 25. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
"Schicksalssymphonie"
L. v. Beethoven: Ouvertüre "Coriolan", op.62, L. v. Beethoven: 3. Klavierkonzert, op.37, L. v. Beethoven: 5. Symphonie, op.67
Till Fellner - Klavier, Orchester der KlangVerwaltung
Leitung: Enoch zu Guttenberg

Samstag, 26. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
"Dem lieben Gott gewidmet"
B. Britten: Sinfonia da Requiem. A. Bruckner: Symphonie Nr.9, d-moll "Dem lieben Gott gewidmet"
Es spielt das Philharmonia Orchestra London unter der Leitung: Leif Segerstam

Sonntag, 27. Juli 2008 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal Schloss Herrenchiemsee
L. v. Beethoven: "Missa Solemnis"
Künstler: Susanne Bernhard - Sopran, Anke Vondung - Mezzosopran, Jörg Dürmüller - Tenor, Georg Zeppenfeld - Bass, Orchester der KlangVerwaltung, Kammerchor der KlangVerwaltung
Leitung: Enoch zu Guttenberg

Fakten
Anreise
Mit dem Auto: Autobahn A8, München - Salzburg, Ausfahrt Bernau. Von hier aus sind es nur wenige Kilometer nach Prien.

Mit der Bahn: Per IC oder IR zum Bahnhof Prien (von dort mit der Chiemseebahn zur Anlegestelle der Schiffe). Rückfahrt leider per Bahn nicht möglich, da letzte Zugabfahrt von Prien um 22.15 Uhr erfolgt.

Mit dem Flugzeug: Vom Flughafen Salzburg sind es ca. 65 km nach Prien, vom Flughafen München etwa 120 km.

Mit dem Schiff zur Herreninsel: Vom Hafen Prien/Stock aus fahren spezielle Konzertschiffe um 17.15 Uhr, 17.45 Uhr, 18.00 Uhr und 18.30 Uhr zur Herreninsel. Mit der Konzertkarte können Sie auch alle früheren Linienschiffe nutzen.

Von Gstadt und der Fraueninsel aus vor den Konzerten mit Linienschiffen zur Herreninsel um 17.15 Uhr und 18.40 Uhr ab Gstadt.
Nach den Konzerten fährt ca. 30, 45 und 60 Minuten nach Schlussapplaus je ein Schiff nach Prien/Stock. Nach Gstadt (bei Bedarf über die Fraueninsel) fährt nur ein Schiff ca. 45 Min. nach Schlussapplaus.
Der Insel-Fußweg zwischen Schloss und Anlegestelle beträgt etwa 15 Minuten. Es bleibt genügend Zeit, das Schiff nach dem Konzert in Ruhe zu erreichen. Der Preis ist in der Konzertkarte inbegriffen.

Mit der Pferdekutsche von der Anlegestelle bis zum Schloss zu fahren ist eine romantische Alternative zum Fußweg. Die Fahrt ist allerdings nur bei Tageslicht, also vor dem Konzert, möglich.

Für behinderte Personen steht nach den Konzerten ein Kleinbus-Shuttleservice zur Verfügung.

Münchner Kammerorchester

Das Münchener Kammerorchester hat eine einzigartige Programmatik zu seinem Markenzeichen gemacht. In seinen hochgelobten Programmen kontrastiert das MKO zeitgenössische Musik - teilweise in Uraufführungen - mit klassischen Werken. Damit glückt dem Ensemble immer wieder eine aufregende Balance zwischen Traditionspflege und dem intensiven Engagement für Neue Musik.

Das Ensemble ist in rund 60 Konzerten pro Jahr auf Konzertpodien in aller Welt zu hören. Seit 1995 trat das Münchener Kammerorchester in den Vereinigten Staaten, in China und Japan sowie in den Musikzentren Osteuropas und Zentralasiens auf. Einige Konzertreisen fanden in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut statt, zuletzt eine Tournee mit fünf Konzerten in Südkorea im Frühjahr 2007. Das Orchester gastiert regelmäßig in den europäischen Musikzentren Paris, Berlin, Köln, Frankfurt, Wien, Amsterdam und Zürich sowie bei den wichtigen deutschen und europäischen Festivals.

Im Zentrum des künstlerischen Wirkens des Orchesters steht die Reihe der Abonnementkonzerte in München, die seit der Saison 2004/2005 im Prinzregententheater beheimatet ist und in jeder Saison unter einem thematischen Leitfaden steht. Regelmäßige Bestandteile der Abonnementreihe sind ein Konzert pro Saison ohne Dirigent unter der Lei-tung eines der beiden Konzertmeister und ein Abend unter der Leitung eines Spezialisten für Alte Musik.

Seit der Saison 2006/07 ist Alexander Liebreich Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des MKO; Liebreichs erste Saison unter dem Thema "Licht" wurde von Publikum und Presse mit einhelliger Begeisterung aufgenommen.

Mit dem Label ECM Records verbindet das Münchener Kammerorchester eine langfristig angelegte Zusammenarbeit. Bisher sind bei ECM Aufnahmen mit Werken von Karl Amadeus Hartmann, Sofia Gubaidulina, J.S. Bach und Anton Webern, Tigran Mansurian, Barry Guy sowie Giacinto Scelsi erschienen. Ein CD-Porträt des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov wird im Herbst 2007 erscheinen; weitere ECM-CDs sind in Vorbereitung.

Das MKO hat 25 fest angestellte Musiker und wird von der Stadt München, dem Land Bayern und dem Bezirk mit öffentlichen Zuschüssen gefördert. Seit der Saison 2006/07 ist die European Computer Telecoms AG (ECT) offizieller Hauptsponsor des Orchesters.

The Hilliard Ensemble

Das Hilliard Ensemble, das im Jahre 2004 sein 30-jähriges Bestehen feierte, gilt heute als eines der weltbesten Vokalensembles. Ursprünglich auf Musik des 16. Jahrhunderts spezialisiert, hat die Qualität des Ensembles zahlreiche zeitgenössische Komponisten inspiriert, für seinen unverwechselbaren Klang Neue Musik zu schreiben. Besonders für das Werk von Arvo Pärt haben sich die vier Musiker immer wieder eingesetzt und seine Johannespassion, sein Stabat Mater und sein Miserere in Europa und in den USA aufgeführt.

Das Ensemble ist auf allen wichtigen Festivals der Welt aufgetreten, hat zahlreiche Schallplatten, zuletzt in einer eigenen "Hilliard Edition", produziert und arbeitet mit Musikern von internationalem Rang zusammen, zunehmend auch mit großen Klangkörpern wie dem Gewandhaus-Orchester Leipzig oder dem Philadelphia Orchestra. Mit Christoph Poppen als Geiger und Dirigenten ist das Hilliard Ensemble durch mehrere Projekte verbunden, die, wie auch das "Morimur" Projekt, auf CD dokumentiert sind.

Das Hilliard Ensemble hat sich in den mehr als 30 Jahren seines Bestehens einen unverwechselbaren Ruf erworben und gilt heute als eines der weltbesten Vokalen-sembles. Die Formation hat sich auf die Musik vor 1600 spezialisiert, das Repertoire reicht jedoch bis hin zu Werken zeitgenössischen Komponisten wie Arvo Pärt, Gavin Bryars, Heinz Holliger, Brian Elias, John Casken, Stephen Montague, Michael Finnissy, James McMillan, Elena Firsova, Ivan Moody, Piers Hellawell, Barry Guy, Veljo Tomis und Erkki-Sven Tüür, die zum Teil eigens Stücke für das Hilliard Ensemble geschrieben haben.

Das Hilliard Ensemble war Gast aller bedeutenden britischen Festivals, beispielsweise in Bath, Cheltenham, Aldeburgh, Norwich oder auch bei den Londoner Proms sowie beim City of London Festival, und ist heute auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast.

Regelmäßig musiziert das Hilliard Ensemble auch in Deutschland. Konzerte in allen großen Musikzentren wie Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, Stuttgart oder München fanden stets ein begeistertes Publikum und ein großartiges Presse-Echo. Darüber-hinaus nahm das Hilliard Ensemble an den Berliner Festwochen, den Ludwigsburger Schloßfestspielen, am Schleswig-Holstein Musik-Festival, den Tagen Alter Musik in Bonn, der Internationalen Bach-Akademie Stuttgart, dem Musikfest Bremen, der Bach-Woche Ansbach, dem MDR-Musiksommer, dem Bach-Fest Leipzig, den Bregenzer Festspielen, den Salzburger Festspielen, den Internationalen Musik-festwochen Luzern, dem Festival van Vlaanderen, am Holland-Festival, dem Festival sakraler Musik im schweizerischen Fribourg und den Festspielen in Aix-en-Provence sowie Granada teil.

Mehrmals im Jahr hält sich das Hilliard Ensemble mittlerweile für Konzerte in Kanada, den USA und in Japan auf. Ferner bereiste die Gruppe, neben allen westeuro-päischen Ländern, Ungarn, Polen und die ehemalige Tschechoslowakei. Zusätzlich unternahm das Ensemble ausgedehnte Tourneen im Rahmen der Early und Contemporary Music Networks im heimatlichen England.

Das Hilliard Ensemble beschäftigt sich immer wieder mit der Musik von Arvo Pärt. Aufführungen der Johannes-Passion sowie anderer Werke, darunter das "Stabat Mater", haben in ganz Europa und in den USA stattgefunden. Im Juni 1989 wurde das "Miserere" in Rouen, Frankreich uraufgeführt und seitdem auch in Utrecht, Glasgow, London, Bremen und Bonn vorgestellt.

Rundfunk-, Fernseh- (BBC, WDR, NDR, ZDF) und Schallplattenaufnahmen (EMI, ECM), die meistenteils mit internationalen Preisen - Deutscher Schallplattenpreis, Grammophone, Record of the Year, Edison Prize - ausgezeichnet wurden, runden das weite Feld der Arbeit des Hilliard Ensembles ab. Eine eigene Schallplattenedition unter dem Titel Hilliard LIVE, die den CDs umfangreiche Informationen zu Kompo-nisten und Werken an die Seite stellt, findet weltweit große Beachtung.

Der Soundtrack des kanadischen Films "Lilies", der 1997 in die Kinos kam, wurde vom Hilliard Ensemble produziert. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit mit dem Saxophonisten Jan Garbarek, mit dem das Ensemble weltweiten Erfolg im Zusammenhang der "Officium"-CD hatte, durch das "Mnemosyne"-Projekt ausgebaut.

Neben regelmäßigen Konzertreisen durch Europa, Asien und die USA arbeitet das Ensemble verstärkt mit Orchestern zusammen, darunter auch große Klangkörper, wie das Gewandhausorchester Leipzig, das Philadelphia Orchestra oder das New York Philharmonic.

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