28.08.2017

von B° RB

Schwarzstorch

Junger Naturfotograf, 9 Jahre, fotografiert am Samerberg einen Schwarzstorch

Schwarzstorch

Dem 9 jährige Jakob Neukum, gelang es heute morgen endlich auch einen Schwarzstorch am Samerberg zu fotografieren.

Sein Papa ist oft schon in der ersten Dämmerung an verschiedenen Orten am Samerberg unterwegs, um zu nachzusuchen, welch heimliches Tier-Leben sich am Samerberg noch finden lässt. 

Dabei konnte auch schon öfters ein Schwarzstorch beobachtet werden. Der sehr scheu und heimlich im Wald lebende und brütenden Schwarzstorch gilt als selten und man darf sich glücklich schätzen ihn einmal zu Gesicht zu bekommen. 

Jakob war schon an den letzten 3 Tagen um 4 Uhr morgens (freiwillig!) aufgestanden, um mit Papas Kamera sein Glück zu versuchen. Noch in völliger Dunkelheit und gut getarnt wurden je nach Windrichtung und zu erwartendem Licht Fotoverstecke möglichst lautlos angesteuert. Dann hieß es regungslos im nassen Gras kauernd und auch etwas frierend zu warten.

Die Geräusche der Nacht und der heraufziehende Morgen mit herrlichen Nebelstimmungen bleiben Vater und Sohn unvergesslich und lies die gemeinsame Wartezeit voller Spannung nicht lange werden. An jedem Morgen hatte Jakob Fotoglück. Der Plan, eigentlich Rehe mit ihren halbstarken Kitzen zu fotografieren ging zwar auch auf, wurde aber erfreulicherweise durch Marder, Fuchs, Milan, Bussard, Turmfalke, Buntspecht und heute morgen auch durch Graureiher und Schwarzstorch bereichert. Nach anfänglichen erfolglosen Warten wurde vorsichtig das Versteck gewechselt und schnell wurde ein frei stehender toter Baum neben den ersten Sonnenstrahlen auch von einem Falken besucht. Der durfte aber nicht lange verschnaufen, denn zwei ungestüm lärmend anfliegende und im gebiet wohl bekannte Graureiher beanspruchten die Aussicht für sich. Ausgiebige morgendliche Federpflegte folgte und waren vom ca. 50m entfernten Tarnversteck genüsslich zu beobachten.

Die Stille wurde nur durch die leisen Auslösegeräusche von Jakobs Kamera durchbrochen, der ganz in seinem Element war.Nachdem wir am Vortag schon einmalmal völlig überrascht zwei Schwarzstörche im goldenen Gegenlicht beobachten konnten, rechneten wir nicht damit, heute noch einmal das Glück zu haben, die scheuen Tiere anzutreffen. Daher war die Freude und Überraschung riesig, als ein Schwarzstorch über die Fichtenwipfel einschwebte und in wohlberechneter Landekurve Kurs auf unseren Baum nahm. Unbeeindruckt von dem mittlerweile noch verbliebenden einen Graureiher nahm er um Balance ringend Platz. Ein herrliches Tier! Nach kurzer Diskussion der beiden Vögel, die der Schwarzstorch von oben herab eindeutig für sich entschied, wurden durch anfahrende LKW’s die Idylle leider jäh beendet. 

Jakob hofft, dass mehr Menschen leise und behutsam vor Ihre Türe treten und sehen, wer da noch so wohnt. Er und sein Papa sind gespannt, ob die Schwarzstörche als Langstreckenzieher auch im nächsten Jahr wieder den Weg zurück auf unseren Samerberg finden weden.

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