Tour 3 - mit dem Ruderboot ans Ende des Sees.


Vom "Fischer am See" (Prien-Harras) rudern und stakeln wir wie vor hundert Jahren zum Irschener Winkel. Diese Flachwasserzonen sind für jedes größere Boot unpassierbar. Mit Kescher und Sieb gehen wir dem See auf den Grund und entdecken im Schlamm die kleine Erbsenmuschel. Vorbei geht es an gelben Teichrosenfeldern und dichten Schilfröhrichten, wo der Hecht lauert und der Drosselrohrsänger singt.

Ob Kelten, Römer oder bayerische Fischer – zweitausend lange Jahre wurde am Chiemsee nur gerudert... dann kam eine kurze Zeit...
aber jetzt rudern wir wieder… eins zwei, und entdecken dabei den Chiemsee von seiner versteckten Seite.... und was es dabei zu entdecken gibt!



Der Chiemsee hat Buchten und hinter jeder Bucht wartet ein Abenteuer.

Wie Indianer stakeln wir lautlos mit dem Grießhackl das Röhricht entlang und entdecken dabei...

... den Drosselrohrsänger – einen ganz seltenen Vogel, der mit seinen Klammerzehen Schilfhalme rauf und runter springen kann, als wären es waagrechte Stangen.

Weiter geht’s zu einem verfallenen Steg, der vielleicht noch aus der Epoche der Chiemseemaler stammt.

Mit Drahtsieb und Netzkescher durchkämmen wir das Wasser ...

... und finden eine Menge Lebendiges.

... und die neugierige Federkiemenschnecke – streckt immer ihre Fühler aus ...

Wer mag steigt aus und wandert über Armleuchteralgen mit fein verzweigten, kalkverkrusteten Ästen wie über einen Massageteppich ...

An einem alten Stück Holz finden wir Krebse ... im Schlamm steckt eine Sumpfdeckelschnecke,

da muss man schnell sein, sonst klappt der Deckel zu und die kleine Schnecke schafft das trotz unserer Rudermuskeln.

Auf in die nächste Bucht ...

... Teichrosen und jede Menge Enten und Watvögel, die ständig mit ihren Schnäbeln den Seegrund durchwühlen. Wir wissen jetzt warum, weil das ein riesengroßes "Tischlein Deck Dich" ist...


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