Tour 4 - erdgeschichtliche Zeitreise.


Kommen Sie mit uns auf eine naturkundliche Entdeckungsreise rund um die Prienmündung.

Mit dem Sieb holen wir aus der Prien glitzernde Schwerminerale. Mit dem Schleifpapier bearbeiten wir Flusskiesel und entdecken darin die Alpenentstehung.

Vom Bootsteg aus entnehmen wir Gewässerproben.

Machen wir eine Reise in die Vergangenheit... unsere Zeitmaschine ist ein Flusskiesel, rund geschliffen im Geröll der Prien, von Algen bewachsen und Zuckmückenlarven bewohnt, die im Wasser als Larven leben und nach dem Schlüpfen auffällige Tanzschwärme bilden, um sich in der Luft zu paaren.

Wir entnehmen einen Kiesel aus dem Wasser – auf der Unterseite ist er schwarz, der Stein ist nämlich eisenhaltig und ohne Sauerstoff bildet sich Eisensulfid. Auf der Oberseite braune Färbung - aha er rostet, wie jedes Eisen im Wasser - außerdem auf der Oberseite ein grüner Algenbewuchs, weil Algen Sauerstoff und Licht brauchen. Anhand der Färbung und des Algenbewuchses können wir die Lage eines Flusskiesels genau nachkonstruieren.

Es scheint ein Stein zu sein, wie wir ihn überall finden - nichts besonderes, damit mischt man Beton und baut Wege und wir laufen drüber.

Mit Schleifpapier und Polierpulver entlocken wir ihm das Geheimnis der Vergangenheit – eine Zeit lange bevor es Menschen gab. Je kleiner der Sand umso spannender. Ein Blick durch die Lupe - das funkelt ... das wird doch nicht etwa ... schnell unter das Mikroskop?

Wie kam der Stein hierher, wo ist er entstanden? Brachte ihn der Fluss oder der Gletscher?

Und was sammelt sich in unserer Waschpfanne?

Kann das wirklich sein ... aber selbstverständlich. Sie befinden sich im Land der vier Meere – ein geologisches Mekka – nicht umsonst gibt es ganz in der Nähe in Siegsdorf ein Naturkundemuseum mit Mammut und Bärenhöhle, Steinzeitmensch und Höhlenlöwe mit Mineralien und Gesteinsserien der vier Meere, die einst dieses Land bedeckten lange bevor der Chiemsee geboren wurde.

Zum Abschluss noch etwas lebendiges - wir sehen uns die Prienmündung an, unter Wasser... und über Wasser... – meistens brütet hier ein Entenpärchen, ein Blesshuhn oder ein Haubentaucher wenige Meter vom Ufer entfernt auf einem Wurzelstock – extra für uns.


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