Tour 5 - Aufwachen oder Sonnenuntergang auf der Alz

Naturkundliche Floßfahrt bei Morgengrauen bzw. bei Sonnenuntergang.

Wenn die Sonne aufgeht, stößt der Flößer vom Ufer ab und wir gleiten lautlos die Alz hinunter, vorbei an knorrigen Uferweiden, Blesshühnern und dichtem Schilfröhricht. Unter uns lauert der Waller in Gumpen auf Beute und im Uferröhricht singt der Rohrsänger. Wir entnehmen Wasserkräuter und deren Bewohner und entdecken das Geheimnis der "wachsenden Steine" auf dem Gewässergrund.

Zurück geht es auf Schleichpfaden zu Fuß vorbei an jahrtausend alter Heimatgeschichte: der Keltenfluchtburg und Keltenschanze am Bifuß und dem Keltendorf bei Stöffling.

Bei Sonnenaufgang stößt der Flößer vom Ufer ab und wir gleiten lautlos die Alz hinunter, vorbei an knorrigen Uferweiden, Blesshühnern und Schilfröhricht. Unter uns lauert der Waller im Gumpen auf Beute und im Uferröhricht schimpft der Rohrspatz.

Wer diese Uhrzeit nicht romantisch findet, für den machen wir die Tour auch bei Sonnenuntergang – quasi als Betthupferl. Flach gleiten wir über dem Grund.

Unterwasserrasen pastellgrün, ein Fischschwarm mit Barben, dem Leitfisch dieser Region.

Wir werden neugierig und entnehmen mit Kescher und Haken Proben.

In den Wasserpflanzen wimmelt es von Insektenlarven, die den größten Teil Ihres Lebens im Wasser verbringen – viele gehen nur an Land um für Nachwuchs zu sorgen – Flitterwochen im Trockenen

Allmählich werden unsere Augen geschult und wir entdecken noch einiges mehr, zum Beispiel: jede Menge saxophonartiger Netze zwischen den Laichkräutern.




Die Netze wirken wie Siebe – sie filtern aus dem Wasser, was alles so kommt. Am Ende des Netzes sitzt die Larve der Köcherfliege und schlägt zu. Gnadenlos ist auch die Alzwanze, mit einer hauchdünnen luftführenden Haarschicht umhüllt, kann sie ohne Kiemenatmung unter Wasser leben und saugt wie ein kleiner Vampir Muscheln aus.

Wo die Flusssohle nicht von Grünem bedeckt ist, fallen uns Muschelschalen und rundes, weißes Geröll auf, das uns ein Rätsel aufgibt. Wo kommt das her? Vom Chiemsee kann das nicht stammen. Der See wirkt wie eine Sinkfalle – alles, was die Zuflüsse von den Bergen bringen verschluckt der Seegrund.

Woher also der weiße Kies auf dem Grund?

Wir gehen der Sache auf den Grund ...Drahtsiebkescher raus, Probe holen..., ja wirklich sieht aus wie Stein, nur etwas leicht... und weich... wir schneiden den Stein mit der Säge durch.

Mit dem Hammer entlocken wir ihm das Geheimnis der "Wachsenden Steine" – ohne dieses Geheimnis gäbe es keine Alz, das Wasser würde einfach versickern.

Aber nicht nur das – auch jede Menge Gewässertiere und Wasserpflanzen holen wir vom Grund.

Auf dem Rückweg genießen wir...

...wunderbare Ausblicke auf die Alz und...

..besuchen das Keltendorf bei Stöffling.

Auf Wunsch auch die Keltenschanze und eine abgelegene mittelalterliche Fluchtburg in einer der vielen Alzschleifen – auch hier noch einige Rätsel, die uns aber die deftige Brotzeit auf dem Moierhof nur noch besser schmecken lassen.


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