Das Höhlenmuseum in Frasdorf

Das Frasdorfer Höhlenmuseum

Es befindet sich im alten Schulhaus und vermittelt einen Einblick in die Welt der Höhlen und sonstigen Karstgebilde im Laubensteingebiet bei Frasdorf und Aschau im Chiemgau.

Das Karstgebiet Laubenstein
Zwischen Inn- und Priental, im Bereich der westlichen Chiemgauer Alpen, inmitten der Gebirgsstöcke von Hochries, Riesenberg, Spitzstein, Heuraffelkopf, Zellerhorn und Laubenstein, liegt das Karstgebiet Laubenstein mit vielen ober- und unterirdischen Karstformen wie Dolinen, Karrenfeldern, Ponoren, einem großen Einbruchkessel (Gubalm-Polje) und nicht zuletzt zahlreichen Höhlen.
Einige dieser Höhlen sind so groß, dass sie begehbar sind, allerdings nur von erfahrenen Höhlenforschern. Viele Schätze geologischer und paläontologischer aber auch ästhetischer Art sind darin verborgen. Einen Teil davon will das Frasdorfer Höhlenmuseum sichtbar machen.

Geschichte des Museums
Das Museum geht zurück auf eine Ausstellung "Aus Bayerns Höhlen" in der Anthropologischen Staatssammlung in München von 1978 bis 1980, die dann als "Karst- und höhlenkundliche Schau" ab 1983 in Frasdorf zu sehen war. Viele Exponate und die meisten Schautafeln stammen von Mitgliedern des Vereins für Höhlenkunde in München (z.B. die Gesteinssammlung von Klaus Cramer). Frasdorfer und Aschauer Höhlenkundler sowie Mitglieder des Vereins "Chiemgauer Höhlenbären e.V." haben Funde beigesteuert.

Überblick - Inhalte

  • Oberirdische Karstformen
  • Geologie des Karstgebietes
  • Fauna der Höhlen
  • Höhlenrettung
  • Ausrüstung eines Höhlenforschers
  • Höhlenmodelle
  • Geschichte der Höhlenforschung im Laubensteingebiet
  • Höhlenschutz
  • Naturschutz im Laubensteingebiet
  • Almwirtschaft


Die Schlüssellochhöhle
In einer nachgebildeten Höhle ist neben Tropfsteinen und anderen Höhlenfunden aus der Schlüssellochhöhle der original Bärenschädel zu bestaunen, der im Jahre 1933 gefunden wurde. Es handelt sich dabei um den Schädel eines Braunbären, der vor rund 11000 Jahren hier gelebt hat. Das Paläontologische Institut München hat den Schädel untersucht und das Alter bestimmt. Im Naturkunde Museum in Siegsdorf ist ein Abdruck davon ausgestellt.

Ein etwa 20-minütiger Videofilm, basierend auf Dias vor allem des Frasdorfer Höhlenpioniers Josef Buchauer, sowie ein Film über die Entdeckung von Höhlenbärenknochen laden im Medienraum zum Verweilen ein und geben weitere Informationen.

Weitere Informationen bei der Touristinformation.

Öffnungszeiten:

Juli und August:
Donnerstag: 18.00 - 20.00 Uhr
Sonntag: 16.00 - 18.00 Uhr.

In der übrigen Zeit an jedem letzten Sonntag im Monat von 16.00 - 18.00 Uhr.

Führungen: Einlass für Gruppen (z.B. Schulklassen) und Führungen auch außerhalb dieser Zeiten auf Anfrage.

Die Schlüssellochhöhle
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