Hochmoore um Rottau

Hochmoore Kendlmühlfilzen und Rottauer Filzen im Chiemgau

Naturschutzgebiete

Hochmoore Kendlmühlfilzen und Rottauer Filzen

Eine unversehrt gebliebene und intakte Landschaft wird für den Tourismus weltweit immer wichtiger. Dies gilt natürlich genauso für die Ferien- und Urlaubsgebiete in Bayern. Im Chiemgau wurde das Jahr 1996 als Jahr der Natur ausgerufen. Dazu konnten glücklicherweise Grassau und Rottau mit ihrer Vorgebirgslandschaft und vor allem mit bedeutenden Hochmoorflächen zwischen dem Chiemsee und den Bergen beitragen.

Das war allerdings bei weitem nicht immer so, vor 25 Jahre geradezu noch undenkbar. Im Hochmoor "Kendlmühlfilzen" wurde auf einer Fläche von rund 30 Hektar mit riesigen Maschinen Torf abgefräst. Für diese letzte industrielle Nutzung im Moor, um sogenannte Gartenerde zu gewinnen, war der Torfbahnhof Rottau Endstation. All das ist inzwischen Geschichte. Im Moor ist es ruhig geworden und die Natur ist dabei, das freigelegte und zerfurchte Gelände wieder zurückzuerobern. Der Torfbahnhof ist mittlerweile ein Industriedenkmal mit Sammlungen für Moorkunde, Torfwirtschaft und Feldbahn.

Die Kendlmühlfilzen wurde 1992 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, mit einer Fläche von nahezu 800 Hektar. Gleich benachbart liegt die Hacken- und Rottauer Filzen, deren Nutzung nicht weniger intensiv, aber schon vor 35 Jahren beendet war. Dieses Gebiet wurde 1990 mit einer Fläche von 350 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt. Während das letztgenannte Hochmoor nahezu unzugänglich ist, aber am Rand auf Straßen und Wegen erkundet werden kann, ist die Kendlmühlfilzen durch die jahrzehntelange und unterschiedliche Nutzung in vielen Bereichen zu Fuß begehbar. Erlaubt ist dies allerdings nur auf ausgewiesenen Wegen und Pfaden.

 

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