Geschichte in Tittmoning

Geschichte in Tittmoning im Chiemgau

Geschichte

Das Hochplateau der Salzach war ein frühes Siedlungsgebiet mit Funden aus der Bronzezeit. Im Kernbereich der Stadt gibt es Spuren aus der römischen Besiedelungszeit. So wurde z. B. neben der Stiftskirche 1974 das Fußboden Mosaik eines Landhauses aus dem 2. - 4. Jh. n. Chr. geborgen.

Das Titelbild ist ein Votivbild von 1767. In der Stadtplatzmitte neben dem Stadtbach sehen Sie die 1816 abgerissene Katharinenkapelle mit dem Stadtwachturm. Auf der nördlichen Hälfte befinden sich  Mariensäule, Pferdeschwemme und Stadtbrunnen.

„Titamanninga" wird erstmals in einem salzburgischen Güterverzeichnis von 788 genannt. Das salzburgische Benediktinerinnen-Kloster Nonnberg erhielt durch den bayerischen Herzog Theodebert zahlreiche Güter um Tittmoning. 1234 tauschte der salzburgische Erzbischof Eberhard II. den Burgberg vom Nonnenkloster ein, ließ den Ort befestigen, erhob ihn zur Stadt und gewährte Handelsprivilegien.

Tittmoning ist als salzburgische Stadt mit dem Sitz eines Pfleggerichtes gegen die bayerischen Städte Burghausen und Neuötting ausgebaut worden.

Der Ort lebte vom Handel mit dem bäuerlichen Umland. Zwei Wochenmärkte, gefreite Märkte und Viehmärkte bestimmten das wirtschaftliche Leben. Schifffahrt und Salzhandel hatten im Gegensatz zu Laufen und Burghausen keine Bedeutung für den Ort. Handelsleute, Bierbrauer und Weingastwirte bildeten eine kleine Führungsschicht unter salzburgischer Hoheit.

Im 17.-18. Jh. entwickelte sich ein kleines Kunstzentrum mit weiter Ausstrahlung. Es wirkten bedeutende Baumeister, Bildhauer, Maler, Wachsbossierer und Goldschmiede.

Tittmoning kam 1810 vorläufig und 1816 nach dem Wiener Kongress endgültig nach Bayern.

Nach 1816 sank durch die neue Grenzziehung die wirtschaftliche Bedeutung Tittmonings. 1862 wurde das Landgericht aufgelöst. Damals wurde der Grundstein für den Landkreis Laufen als Verwaltungseinheit gelegt, die den ganzen Rupertiwinkel umfasste. 1972 kam im Zuge der Gebietsreform der nördlichen Teil - und damit Tittmoning zum Landkreis Traunstein, der südliche Teil zum Berchtesgadener Land. In der Zeit von 1971-1978 kamen die ehemaligen Gemeinden Kay, Asten, Kirchheim und Törring zum Stadtgebiet hinzu.


Tittmoning heute

Die Stadt Tittmoning liegt am westlichen Hochufer der Salzach, unmittelbar vor dem Durchbruch des Flusses durch eine eiszeitliche Gesteinsformation. Die Flussmitte bildet heute die Staatsgrenze zu Österreich.

Gerade diese Randlage in Deutschland und auch bis 1995 in der EU war eine schwere Hypothek und führte zu einem wirtschaftlichen Niedergang. Erst durch die Gebietsreform und die in den 80er Jahren eingeleitete Altstadtsanierung mit Hilfe der Städtebauförderung konnte eine Trendwende eingeleitet werden.

Heute bietet Tittmoning - insbesondere wieder die Altstadt - wie früher Dienstleistungs- Handels- und Versorgungszentren. In Tittmoning und in den eingemeindeten Orten gibt es hochwertiges Bauland und noch ausreichend Gewerbegrund zu günstigen Preisen.

Die Anzahl der Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Tittmoning hat sich in den letzen Jahren erhöht. Durch die neuen Baugebiete, aber auch durch Nachverdichtungen, hat sich der Altersdurchschnitt der Bevölkerung verjüngt, was insbesondere auch eine um 25% gestiegene Schülerzahl belegt.


Tittmoning mit seinen derzeit 6000 Einwohnern ist eine moderne Stadt mit hervorragenden Freizeitmöglichkeiten in idyllischer Landschaft und einer großen Geschichte.

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