Das Felsenschloss Stein an der Traun

Felsenschloss Stein an der Traun

Felsenschloss Stein an der Traun

Kurz vor der Mündung der Traun in die Alz grüßt eine Burg weit ins Chiemgauer Land. Erst beim Näherkommen bemerkt der Besucher, dass er eine Anlage aus drei deutlich voneinander geschiedenen Teilen vor sich hat: das Hochschloss hart an der Nagelfluhwand, die hier fast 50 m steil abfällt, steht auf vorgeschichtlichem Siedlungsboden. Darunter klebt etwa auf halber Höhe, wie ein Raubritternest, die Höhlen- oder Felsenburg, während das heute noch bewohnte Schloss ein privates Gymnasium beherbergt. Sicherlich wird jeder Betrachter von dem trotzig-düstern Äußeren der Höhlenburg fasziniert sein, der größten und besterhaltenen ihrer Art in Deutschland.

Mit der düsteren Höhlenburg untrennbar verbunden ist die Gestalt des Heinz von Stein. Man stellt sich ihn als Blaubart mit kühnem Schnapphahn vor, der ein solch frevelhaftes Leben führte, dass er nicht in geweihter Erde ruhen durfte.
Die schaurige Geschichte des Raubritters und Mädchenräubers  "Hainz von Stein dem Wilden" wurde zum ersten Mal von Lorenz Hübner 1783 als "vaterländisches Trauerspiel" verfasst. Alle vier Jahre werden im Sommer am Hochschloss die "Steiner Spiele" aufgeführt.

Führungen durch die Höhlenburg:
Die Führungen - ab 10 erwachsenen Personen - beginnen am Schlosstor hinter dem Gasthof zur Post. (Bitte den dortigen Anschlag beachten!) Die Führung dauert ca. 1 Stunde. Es ist ratsam, feste Schuhe anzuziehen, evtl. eine Taschenlampe mitzubringen. Gehbehinderte sprechen bitte vor der Führung mit dem Burgführer.

Führungszeiten:
Von Ostern bis 31. Mai:
tgl.13.30 Uhr - außer Montag
Vom 1. Juni bis 20. Oktober:
tgl. 13.30 Uhr und 15.00 Uhr außer Montag

Preise:
Erwachsene:1,50 EURO
Kinder: 1,00 EURO

Info:
Verkehrsamt Stein-Traunreut
Tel. 08669/857-0

Raubritter Heinz von Stein
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