18.01.2008

von B°

Ausstellung: Kalenderkreis

Die Ausstellung vom 19. Januar bis 02. März 2008 in der Galerie im Alten Rathaus in Prien ist die erste Dokumentation dieser Stücke Chiemgauer Kunstgeschichte.

Ausstellung Kalenderkreis in Prien am Chiemsee

Zur Geschichte der »Künstlerlandschaft Chiemsee« wurden in den vergangenen Jahrzehnten viele Kataloge und Bücher herausgebracht. Wir alle wissen, dass um 1800 die ersten Künstler an den See kamen, dass ab 1828 die »Künstlerkolonie Frauenchiemsee« entstand, die von den »Frauenwörthern« (1920-1960) abgelöst wurde, wir wissen, dass in Prien die gesellige Künstlergruppe der »Bären und Löwen« bestand (1855-1909) und die »Welle«, deren herausragende Vertreter Paul Roloff und Bernhard Klinkerfuß waren.

Weniger bekannt ist die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, als sich neue Künstlergruppen etablierten.

Mit dem Jahr 1945 beginnt mit der 1. Kunstausstellung nach dem Krieg in Deutschland, im Juli und August, in Prien ein neuer künstlerischer Aufbruch im Chiemgau, der bis heute andauert.

1948 wurde die »Notgemeinschaft Bildender Künstler Gstadt« gegründet, die sich 1969 in »Gemeinschaft Bildender Künstler Chiemsee« umbenannte und bis 1979 existierte.

Die Protagonisten dieser Gruppe waren Markus von Gosen, Konrad Huber und Lenz Hamberger, die für viele andere Künstler standen. Diese Künstler waren auch maßgeblich bei der Gründung der »Künstlergruppe Prien« im Kurhotel Kronprinz im Jahr 1966.

1968 fand die erste Kollektivausstellung statt. Legendär sind auch die Weihnachtsausstellungen dieser Künstlervereinigung.

Ab dem Jahr 1974 gab es die »Kalendergemeinschaft Prien«, die 1975 ihren ersten Kalender herausgeben konnte. Diese Kalender erschienen bis zum Jahr 1994, Nachfolger waren zwei Kalender unter dem Titel »Ein Priener Künstlerkalender«, nun allein von Lenz Hamberger, der diese Tradition bis in die Gegenwart fortführt.

Die Technik der Kalender beruhte zumeist auf Holz- oder Linolschnitt. Nur 1977 und 1978 wurde der Offsetdruck benutzt. Finanziert wurden die Kalender, die nur 30,- bis 40,- DM kosteten, durch Werbung, Priener Banken und der Druckerei Rieder.

Durch ihre geringe Auflage und die Qualität der Abbildungen fanden sie zahlreiche Liebhaber und Sammler.

Die Ausstellung in der Galerie im Alten Rathaus in Prien ist nun – zur 850 Jahr-Feier der Gemeinde – die erste Dokumentation dieses Stückes Chiemgauer Kunstgeschichte.

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